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Karcz, Konrad

https://orcid.org/0000-0002-4711-3630

Mayo Clinic

München Klinik

Citations 1

Veränderung des Blickmusters in Abhängigkeit des Stadiums der Brustrekonstruktion mittels DIEP Lappenplastik – erste Daten einer Eye-Tracking-Analyse
Kantelhardt, Chiara, Frank, Konstantin , Kohler, Lukas , Alfertshofer, Michael , Hagen, Christine, Walbrun, Alina, Karcz, Konrad , Giunta, Riccardo E. , Möllhoff, Nicholas, Alfertshofer, Michael , Cotofana, Sebastian , Hagen, Christine Sophie

Handchirurgie · Mikrochirurgie · Plastische Chirurgie | August 9, 2022 | Volume: 54 | Issue: 04 | Pages: 356-362

10.1055/a-1794-5951 Get It

Zusammenfassung Hintergrund Die Brustrekonstruktion mittels autologem Gewebe ist fester Bestandteil eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes bei Patientinnen mit Mammakarzinom. Während zahlreiche Studien den körperlichen und psychischen Gesundheitszustand von Patientinnen mit Brustkrebs nach Mastektomie und konsekutiver Brustrekonstruktion untersuchen, mangelt es an objektiven Daten zur Beurteilung des Einflusses von Ablatio und Brustrekonstruktion auf die Wahrnehmung von externen Beobachtern. Diese Studie untersucht die Blickmuster bei Betrachtung einer Brust in verschiedenen Stadien der Brustrekonstruktion mittels DIEP Lappenplastik. Material und Methoden Mittels Eye-Tracking-Technologie wurden die Augenbewegungen von 58 Studienteilnehmer*in- nen beim Betrachten von 2D-Fotografien einer Patientin in den verschiedenen Stadien der Brustrekonstruktion (1. Ablatio, 2. Aufbau mittels DIEP Lappenplastik, 3. MAK Rekonstruktion) analysiert. Die Zeit bis zur ersten Fixierung und die Dauer der Fixierung wurde in jedem Bild für die rechte und linke Brust aufgezeichnet. Ergebnisse Die Dauer der kompletten Fixierung der operierten Brust zeigte über die verschiedenen Stadien der Brustrekonstruktion insgesamt eine signifikante Abnahme mit p<0,001. Gleichzeitig zeigte sich keine statistisch signifikante Veränderung der Blickdauer auf der nicht-operierten Gegen- seite mit p=0,174. Die Zeit bis zur ersten Blickfixierung der betroffenen Brust zeigte eine signifikante Zunahme über die verschiedenen Rekonstruktionsschritte, mit p<0,001. Bei der Gegenseite zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied in der Zeit bis zur ersten Fixierung, mit p=0,344. Schlussfolgerung Die Ablatio mammae und die einzelnen Schritte der Brustrekonstruktion verändern die äußerliche Wahrnehmung von Patientinnen. Im Laufe der einzelnen re- konstruktiven Teilschritte kommt es zu einer zunehmenden Aufhebung der Blickdeviation in Richtung erkrankte Brust.