Abstract Background It is still unclear which facial region contributes most to the perception of an aged face when evaluated by eye-tracking analyses. Objectives The authors sought to apply eye-tracking technology to identify whether mature faces require longer fixation durations than young faces and which facial region contributes most to the perception of a mature face. Methods Eye-tracking analyses were conducted in 74 volunteers (37 males, 37 females; 43 ≤ 40 years, 31 > 40 years) evaluating their gaze pattern and the fixation durations for the entire face and 9 facial subregions. Frontal facial images of 16 younger (<40 years) and older (>40 years) gender-matched individuals were presented in a standardized setting. Results Independent of age or gender of the observer, a younger stimulus image was viewed shorter than an older stimulus image with 0.82 (0.63) seconds vs 1.06 (0.73) seconds with P < 0.001. There was no statistically significant difference in their duration of a stable eye fixation when observers inspected a male vs a female stimulus image [0.94 (0.70) seconds vs 0.94 (0.68) seconds; P = 0.657] independent of the observer’s age or gender. The facial image that captured the most attention of the observer (rank 9) was the perioral region with 1.61 (0.73) seconds for younger observers and 1.57 (0.73) seconds for older observers. Conclusions It was revealed that the perioral region attracts the most attention of observers and contributes most to an aged facial appearance. Practitioners should be mindful of the importance of the perioral region when designing an aesthetic treatment plan.
Veränderung des Blickmusters in Abhängigkeit des
Stadiums der Brustrekonstruktion mittels DIEP Lappenplastik – erste
Daten einer Eye-Tracking-Analyse
Zusammenfassung Hintergrund Die Brustrekonstruktion mittels autologem Gewebe ist fester Bestandteil eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes bei Patientinnen mit Mammakarzinom. Während zahlreiche Studien den körperlichen und psychischen Gesundheitszustand von Patientinnen mit Brustkrebs nach Mastektomie und konsekutiver Brustrekonstruktion untersuchen, mangelt es an objektiven Daten zur Beurteilung des Einflusses von Ablatio und Brustrekonstruktion auf die Wahrnehmung von externen Beobachtern. Diese Studie untersucht die Blickmuster bei Betrachtung einer Brust in verschiedenen Stadien der Brustrekonstruktion mittels DIEP Lappenplastik. Material und Methoden Mittels Eye-Tracking-Technologie wurden die Augenbewegungen von 58 Studienteilnehmer*in- nen beim Betrachten von 2D-Fotografien einer Patientin in den verschiedenen Stadien der Brustrekonstruktion (1. Ablatio, 2. Aufbau mittels DIEP Lappenplastik, 3. MAK Rekonstruktion) analysiert. Die Zeit bis zur ersten Fixierung und die Dauer der Fixierung wurde in jedem Bild für die rechte und linke Brust aufgezeichnet. Ergebnisse Die Dauer der kompletten Fixierung der operierten Brust zeigte über die verschiedenen Stadien der Brustrekonstruktion insgesamt eine signifikante Abnahme mit p<0,001. Gleichzeitig zeigte sich keine statistisch signifikante Veränderung der Blickdauer auf der nicht-operierten Gegen- seite mit p=0,174. Die Zeit bis zur ersten Blickfixierung der betroffenen Brust zeigte eine signifikante Zunahme über die verschiedenen Rekonstruktionsschritte, mit p<0,001. Bei der Gegenseite zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied in der Zeit bis zur ersten Fixierung, mit p=0,344. Schlussfolgerung Die Ablatio mammae und die einzelnen Schritte der Brustrekonstruktion verändern die äußerliche Wahrnehmung von Patientinnen. Im Laufe der einzelnen re- konstruktiven Teilschritte kommt es zu einer zunehmenden Aufhebung der Blickdeviation in Richtung erkrankte Brust.