Dieser zweiteilige Artikel stützt sich auf ein vergleichendes und beschreibendes Modell, anhand dessen sich die Wahrnehmungen der Symptombelastung von Lungenkrebspatientinnen und -patienten und die Einschätzungen der sie hauptsächlich pflegenden Angehörigen im familiären Rahmen untersuchen lassen. Der zweite Teil beschreibt die Resultate der qualitativen Komponente dieser Untersuchung. Eine Auswahl von 37 Paaren, die aus Patient/in und pflegendem Familienmitglied bestanden, füllte die McCorkle and Young Symptom Distress Scale (SDS) aus. Die Gesamtresultate der pflegenden Angehörigen korrelierten mäßig1 mit jenen der Patienten (r = 0.71; P < 0.001). Bei 10 der 13 Symptome fanden sich keine bedeutsamen Unterschiede in der Einstufung. Pflegende sollten sich daher bewußt sein, daß die pflegenden Angehörigen die Symptombelastung von Lungenkrebspatienten bei mindestens 10 der 13 auf der SDS aufgeführten Symptome zuverlässig einschätzen. Dies ist vor allem dann von großer Bedeutung, wenn der Patient oder die Patientin selbst nicht in der Lage ist, über seine/ihre Symptombelastung zu sprechen.